Fakten und Fiktion

Soul - Der Film mit Seele

Ein Film, der mich berührt hat, der mich wirklich zum nachdenken gebracht hat, ist Soul.

Warum? Weil der Film mir einer andere Sicht auf etwas gegeben hat:

„Wenn ich jetzt sterben würde, war mein Leben dann nicht sinnlos? Was habe ich erreicht? Habe ich etwas an andere Menschen weitergeben können, dass ihnen hilft?

Bild von upklyak auf Freepik

Ich bin ganz ehrlich: Ich will nicht jemand werden, an den sich nach dessen Tod niemand mehr erinnert. Der Film Soul hat etwas in mir ausgelöst, dass ich zuvor gar nicht von mir kannte und davon, möchte ich heute erzählen:

Der Film erzählt die Geschichte von einem Mann mit dem Namen Joe Gardner.

Joe hatte immer einen Traum, er wollte schon seit er ein kleiner Junge war Musiker werden. Sein Vater spielte dabei eine große Rolle, denn er wollte immer werden wir er. Sein Vater war eine Legende in der Jazz-Szene und hatte Joe die Liebe zur Musik weitergegeben.

Als Joe älter wurde, wurde er deshalb Musiklehrer, war damit aber nicht zufrieden. Eigentlich wollte er mehr sein, wollte eine Legende sein, wollte sein, wie sein Vater. Eines Tages hatte ein Schüler von ihm ihn gefragt, ob Joe zu dessen Band kommen würde, weil sie einen Pianisten brauchten. Als Joe da war, konnte er zeigen, was er kann. Als sie zusammengespielt hatten, konzentrierte er sich nur auf die Musik. Nachdem Joe die Rolle in der Band dann bekommen hatte, wäre er vor Freude fast gestorben. Während er telefonierte, passierte es dann aber wirklich. Er passte nicht auf und starb, weil er in einen Gully fiel.

Eine Tragödie: Er hatte gerade sein Lebensziel erreicht und danach ist er gestorben. Er wollte es so aber noch nicht beenden und fand daher ein Schlupfloch.

Ab diesem Zeitpunkt befand sich Joe in einer anderen Welt, wo Geister wie er, die Seelen der Menschen als Mentoren formen und ihnen Persönlichkeiten und Vorlieben geben. Sie nennen sich Mentoren und arbeiten daran, den wichtigsten Punkt einer Seele herausfinden, zum Beispiel Musik oder Sport. Und Joe gab sich nun als Mentor aus, damit er zurück zur Erde kommen konnte und dort die Seele ‚22‘ zu betreuen, auch wenn er eigentlich nur seinen Auftritt spielen wollte.

Das war ein schöner Start für den Film, fand ich, weil man sehen konnte, wie verzweifelt man sein kann, wenn man nichts im Leben erreicht hat.

Man machte sich erst Sorgen um Joe, aber ist dann etwas erleichtert und das fand ich anders, als in den meisten anderen Filmen. Soul ist eigentlich ein Kinderfilm, aber der Kinderfilm hat in mir etwas ausgelöst, was ich gar nicht kannte. Ich wollte, nachdem ich diesen Film gesehen habe, nicht jetzt schon sterben, weil wenn ich jetzt sterben würde, habe ich gar nichts von meinem Leben erreicht. Ich habe nichts erreicht, worauf ich stolz sein könnte. Und zu sehen, wie ein hart arbeitender Mann alles erreicht hat und dann alles verliert, hat mir weh getan. Ich hatte so große Angst keine Zeit mehr zu haben, Angst, dass ich jetzt bald schon sterben könnte. Wenn man tot ist muss man sich keine Sorgen mehr machen, es ist vorbei, man kann in Ruhe ruhen. Aber Joe wollte nicht ruhen.

Und diese Versuche weiterzumachen und nicht aufzugeben fand ich schön, weil Joe alles für seinen Traum geben würde, er würde sogar von den Toten wieder auferstehen, um seinen Traum zu verwirklichen. Als er sich als Mentor ausgegeben hat, hatte er eine Seele bekommen, die schwer an das Leben zu gewöhnen war. Seele ‚22‘. Sie hatte schon sehr viele Mentor*innen gehabt: Mohammed Ali, Mutter Theresa und viel mehr und die haben es alle nicht geschafft sie in die Welt der Lebenden zu integrieren. Joe wurde ‚22‘ zugeteilt, und als sie dann gemeinsam Joes Leben angesehen haben, hat Joe realisiert, dass er sein Leben grundlos gelebt hat, er nie gescheitert, aber auch nie was erreicht hatte und immer nur abgelehnt und unglücklich war. Und als Joe das gesehen hatte, wollte er unbedingt zurück und sein Leben besser machen.

Als ich das gesehen habe, wollte ich jeder Person auf dieser Welt, egal ob diese Person schlimme Sachen gemacht hat oder ein guter Mensch war, etwas mitteilen: Macht mit eurem Leben etwas. Es gibt nur eine und keine zweite Chance. Gebt euer Bestes und versucht nicht andere zu beeindrucken. Macht alles für euch selbst. Seid die beste Version von euch selbst.

Wie man bei Joes Leben sehen kann, der niemals aufgegeben hat, er wurde dutzend Male abgelehnt und hat nicht aufgegeben sogar nachdem er gestorben ist tot gewesen wäre hat er trotzdem versucht weiterzumachen.

Ich will auch so eine Person sein, ich will etwas finden, bei dem ich alles geben kann.

Der Film scheint so kindisch und lustig zu sein, aber es ist eine Message versteckt: Mach was aus deinem Leben und das fand ich schön.

Wenn ihr den Film schauen möchtet. empfehle ich ihn euch, vor allem dann, wenn ihr nicht genug Motivation habt. Schaut euch den Film an, wenn ihr denkt: „Mein Leben hat keinen Zweck“. Schaut euch den Film an, es ist nur eine weitere Empfehlung, aber wenn ihr auf dem Schlauch steht, wenn ihr nicht mehr weiterwisst und nicht wisst, was ihr aus dem Leben machen sollt, dann holt euch einen Mentor (wie 22). Holt euch Hilfe. Gebt niemals auf.

Jalaal.

Textquelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Soul_(Film)

Textquellen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Blue_Whale_Challenge